Gesetzliche Krankenkassen

Gesetzliche Krankenkassen erheben für ihre Mitglieder einen einheitlichen Beitragssatz, dieser liegt derzeit bei 15,5 Prozent. Seit dem 01. Januar 2009 besteht in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Ob dabei private oder gesetzliche Krankenkassen gewählt werden, ist dem Versicherten überlassen. Bei den gesetzlichen Krankenversicherungen erfolgt eine Verteilung der Beiträge auf den Arbeitnehmer mit 8,2 % und auf den Arbeitgeber mit etwa 7,3 %. Das Bruttoeinkommen bestimmt dabei den Versicherungsbeitrag maßgeblich. Dieses errechnet sich aus dem Arbeitslohn, gesetzlichen Rentenzahlungen und Versorgungsbezügen. Auch das Einkommen durch eventuell vorhandene Miet- und Pachteinnahmen, sowie Einnahmen aus Kapitalanlagen finden bei der Berechnung Berücksichtigung.

Kosten bei gesetzlichen Krankenkassen

Laut des §61 SGB V ff erhebt jede gesetzliche Krankenkasse gewisse Zuzahlungen von ihren Mitgliedern. Dabei sind die Kosten fix auf 10% der entstehenden Kosten festgelegt. Gesetzliche Krankenkassen dürfen jedoch maximal 10 Euro bei ihren Mitgliedern berechnen und minimal 5 Euro. Für folgende Inanspruchnahmen fallen immer Zuzahlungen an: Medikamente, Heil- und Hilfsmittel, ambulante Arzt-, sowie Zahnarztbesuche, häusliche Krankenpflege, Krankenhausaufenthalte und Reha-Maßnahmen. Es bestehen jedoch Ausnahmen, in denen der Versicherte generell keine Zuzahlungen zahlen muss. Das gilt vor allem für Kosten, die in der Vorsorge entstehen, z.B. zur Krebsprävention, bei einer Schwangerschaft, zur Vorbeugung von Zahnerkrankungen und für die Gabe von Schutzimpfungen. Kinder und Jugendliche sind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres ebenfalls von Zuzahlungen befreit.

Zusatzbeiträge bei gesetzlichen Krankenversicherungen

Darüber hinaus fallen bei einigen Kassen Zusatzbeiträge an, die entsprechend beachtet werden sollten. Gesetzliche Krankenversicherungen haben in ihrem Tarifsystem auch Mindest- und Höchstbeiträge vorgesehen. So muss ein Arbeitnehmer, wenn er keinen Anspruch auf Fortführung des Arbeitsentgeltes bei Krankheit hat, nur einen reduzierter Beitragssatz von 14,9% zahlen. Die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich festgesetzt und deckelt die Beiträge zu der gesetzlichen Krankenversicherung. Die derzeitige Grenze liegt bei 47.250 Euro jährlich und sollte auch bei einem möglichen Wechsel in die private Krankenversicherung berücksichtigt werden. Gesetzliche Krankenkassen gibt es in Deutschland in hoher Anzahl und werden allgemein in folgende Formen untergliedert: Allgemeine Ortskrankenkassen (z.B. AOK), Betriebskrankenkassen (BKK), Innungskrankenkassen (IKK), Ersatzkassen, Knappschaft (KBS) und letztendlich landwirtschaftliche Krankenkassen (LKK).