Krankenkassenwechsel

Zusatzbeiträge, attraktive Bonusprogramme oder auch zusätzliche Leistungen bewegen viele Menschen jährlich ihre Krankenkasse zu wechseln. Generell besteht eine Möglichkeit zum Wechsel, wenn eine Mitgliedschaft von mindestens 18 Monaten bei der derzeitigen Kasse besteht.

Private Krankenversicherung Vergleich

Wie und wann kann eine Kündigung getätigt werden?

Es kann prinzipiell immer gekündigt werden mit einer Kündigungsfrist von zwei Monaten, jeweils zum Monatsende. Innerhalb der Kündigungsfrist muss dem derzeitigen Versicherer eine Mitgliedsbescheidung des neuen Versicherers vorliegen. Damit ist der Beweis erbracht, dass eine Weiterführung des Versicherungsschutzes gewährleistet ist. Bei der neuen Kasse besteht darüber hinaus auch wieder eine Mindestversicherungsfrist von 18 Monaten, das beugt dem zu häufigem Wechsel zwischen den Kassen vor. Eine Ausnahme bildet das Sonderkündigungsrecht, aufgrund der Erhebung eines Zusatzbeitrages der Kasse. Es kann dabei sofort gekündigt werden, unabhängig davon wie lange der Versicherte bei der Kasse Mitglied war. Doch auch hier ist eine Frist von zwei Monaten einzuhalten. Das gleiche Vorgehen gilt, wenn der Versicherer die Prämien kürzt.

Wann ist ein Wechsel nicht möglich?

Ein Wechsel der Krankenkasse ist jedoch nicht möglich, wenn der Versicherte einen Wahltarif für Krankengeld bei seinem Versicherer unterschrieben hat. Damit bindet er sich drei Jahre fest. Allerdings besteht seit Januar 2011 auch hier das Sonderkündigungsrecht. Grundsätzlich besteht freie Wahl unter den gesetzlichen Krankenkassen. Jedoch haben sich nicht alle der Allgemeinheit geöffnet. Die Betriebskrankenkassen wurden ursprünglich nur für Arbeitnehmer eines bestimmten Unternehmens gegründet. Viele sind auch heute noch geschlossen aber einige lassen auch Anträge, als nicht Beschäftige des Unternehmens zu. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen, die Innungskrankenkassen, sowie die Ersatzkassen sind jedoch für Jedermann offen. Eine Kündigung erfolgt formlos bei der entsprechenden Krankenkasse und ermöglicht einen einfachen Krankenkassenwechsel, durch Beantragung einer Mitgliedschaft bei der neuen Wunschkasse. Die Bereitschaft zu einem Krankenkassenwechsel, sollte von den Zusatzangeboten und Zufriedenheit mit der derzeitigen Kasse abhängig gemacht werden. Bonusprogramme oder Kostenerstattungen sind bei jeder Kasse unterschiedlich, wobei der Beitrag gesetzlich geregelt ist und nicht als Entscheidungskriterium dient.

Krankenkassenwechsel zur PKV

Der Krankenkassenwechsel zu einer privaten Krankenversicherung ist allerdings nicht so einfach. Hier muss ein Mindesteinkommen erreicht werden, zur Zeit sind das 52.200 Euro im Jahr. Private Versicherer können einen Wechsel der Krankenkasse, zu ihren Seiten auch verwehren, wenn bestimmte chronische Erkrankungen vorliegen.