Private Krankenkassen

Die privaten Krankenkassen haben wie auch die gesetzlichen Variante ihren Ursprung in der Sozialgesetzgebung des 19. Jahrhunderts. Das Krankenversicherungsnetz besteht in Deutschland aus zwei Standbeinen. Zum einen aus der gesetzlichen Krankenversicherungen und aus der privaten Absicherung. Die Reichsregierung hat zu dieser Zeit die Krankenversicherungen für verschiedene Berufsgruppen“ ins Leben gerufen. Darüber hinaus ist die private Versicherung als zusätzliches Angebot für das Volk entwickelt worden und bot eine Alternative zu der bisherigen Versorgungsabsicherung.

Private Krankenversicherung Vergleich

Private Krankenkassen heute

Heute erfreut sich die Form der privaten Krankenkasse hoher Beliebtheit. Laut dem Versicherungsamt der Deutschen Versicherungswirtschaft liegt der Anteil an privaten Versicherungen im Rahmen einer Vollversicherung in den Haushalten bei 11,6%. Private Zusatzversicherungen werden mit 25% in Anspruch genommen. Zumeist sind dies in der Kategorie Zahnzusatzversicherungen angesiedelt. Die privaten Krankenkassen unterscheiden sich jedoch stark in ihrem Leistungsangebot und wann sie bei einem Krankheitsfall für was eintreten. Die Leistungspakete lassen sich grob in: Vollversicherung, Teilversicherung und Zusatzversicherung einteilen.

Geschäftsmodell von Krankenkassen

Private Krankenkassen werden in Form von Aktiengesellschaften oder auch Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit geführt. Die Rechtsgrundlagen stützen sich dabei auf das Versicherungsvertragsrecht, Aufsichtsrecht, sowie das Unternehmensrecht. Der potentielle Versicherte geht einen privatrechtlichen Vertrag ein, um durch Zahlung der Beitrage die gesondert vereinbarten Versicherungsleistungen zu erhalten. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht überwacht dabei die privaten Krankenkassen in Bezug auf die Rechts- und Finanzaufsicht. Laut Auskunft der Geschäftsberichte der jeweiligen Krankenkassen ist die Debeka mit 2.186.11 Vollversicherten die größte Private Krankenkasse.

Abrechnung der privaten Krankenkassen

Die Abrechnung der privaten Krankenkassen erfolgt nicht wie in der gesetzlichen Version nach Höhe des Gehalts, sonder nach der Einstufung des Versicherten bei Vertragsabschluss. Je nach Krankheitsfällen und Risiko steigen dann die Beitragssummen. Familienangehörige ohne eigenes Einkommen versichern sich kostenlos mit in der gesetzlichen Krankenkasse. In der privaten Kasse hingegen fällt ein Sonderbetrag an. Im Jahr 2010 entfielen 9,3% aller Gesundheitsausgaben auf die private Versicherung und wurden mit einem Anteil von 28,4% überwiegend für die Behandlung in Krankenhäusern ausgezahlt. Die privaten Krankenkassen leisten einen wichtigen Beitrag zur Krankenbehandlung der Versicherten in Deutschland und sind somit nicht mehr wegzudenken aus dem Versicherungsnetz.